Aktionsbuendnis Mazel tov


Aufruf zum Protest gegen Rechtsextremismus und JEDEN Antisemitismus! 

Den Tag der Deutschen Zukunft verhindern! 


-Wer sind wir?

Wir sind ein, aus Einzelpersonen und Gruppen zusammengesetztes, bundesweit organisiertes Aktionsbündnis.

Unser Aktionsbündnis fordert einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus, jeden

Antisemitismus, sowie jede regressive Gesellschaftsidee! Wir stehen für einen

emanzipatorischen Kampf, der Feminismus, Antirassismus und soziale Kämpfe

verbindet!

Wir stellen klar, dass  wir uns als explizit israelsolidarisch verstehen und deshalb keine „Israelkritiker*innen“ in unseren Reihen dulden!

Unser Ziel am 06. 06. 2020 ist es, den Nazis den Tag zu vermiesen und ihre Demonstration zu

verhindern und zu blockieren!


- Was ist der TDDZ?

Der „Tag der Deutschen Zukunft“ startete 2009 in Pinneberg und war als

Demonstrationsreihe im Norden ausgelegt. Um sich untereinander weiter zu vernetzen weiteten die Organisatoren ihre Demonstrationsorte aus, den Höhepunkt bildete Dortmund 2016 mit 1000 Teilnehmer*innen. Auch in der Metropolregion Rhein- Neckar starteten sie mit dem ,,Tag der Heimattreue“ in Bruchsal eine Demonstration mit der sie versuchten Teilnehmer*innen für den TDDZ zu mobilisieren.

Unter den Teilnehmer*innen befinden sich Personen aus freien Kameradschaften und rechten

Parteien, welche ihre Menschenfeindlichkeit offen zur Schau stellen.


- Was ist „Die Rechte“?

„Die Rechte“ ist eine offen rechtsextreme Partei, die sich als Erben des Nationalsozialismus,

und somit des inhärenten Vernichtungsantisemitismus sehen.  Ursula Haverbeck, welche zurzeit für Shoahleugnung inhaftiert ist, war Spitzenkandidatin der Partei bei der Europawahl 2019. In Bochum provozierten sie dieses Jahr am 1. Mai mit dem Wahlplakat

„Israel ist unser Unglück“ und weiteren nationalsozialistischen Plakaten. Dies ist eine

klare Analogie zum antisemitischen Cover des „Der Stürmer“: „Die Juden sind unser Unglück“.


- Warum der TDDZ in Worms?

In Alzey fanden in der Vergangenheit regelmäßig Demos des Landesverbandes von „Die

Rechte“ Südwest mit Beteiligung des „Nationaler Widerstand Zweibrücken“ und der

„Kameradschaft Rheinhessen“ statt. Schon am 1. Mai 2015 versuchte „Die Rechte“ in Worms eine

Demo durchzuführen, diese wurde letztlich mit der NPD zusammen organisiert. Wie akut gefährlich die rechten Umtriebe in Worms sind, zeigen zahlreiche Einschüchterungsversuche und Proteste gegen Flüchtlingsinitiativen, sowie der Rudolph- Hess- Gedenkmarsch in Ingelheim. Worms besitzt eine besondere Attraktivität für die rechte Szene, aufgrund des deutschen Heldenmythos' rund um die Nibelungensage. Des Weiteren präsentiert Worms sich gerne als Lutherstadt. Luthers antijudaistische und zuweilen antisemitische Ideen nahm Hitler auf und bezog sich teils  auf diese. Antisemitismus ist nach wie vor in Worms präsent, dies zeigt der Brandanschlag auf die Synagoge 2010.  Bis heute konnten keine Täter*innen ermittelt werden, das  Motiv ist dennoch ganz klar antisemitisch. Zudem befanden sich in letzter Zeit mehrere Monate lang antisemitische Schriftzüge in Bahnhofsnähe, die vollständig ignoriert wurden und für deren Entfernung sich niemand zuständig fühlte, was auch die Akzeptanz des Antisemitismus' in der Gesellschaft offensichtlich macht.


 - Warum „gegen jeden Antisemitismus“?

29, 6% aller Deutschen gehen laut der „Mitte- Studie“ davon aus, dass Juden auch heute noch zu viel Einfluss hätten, zudem ist sogenannte israelkritische Berichterstattung und struktureller Antisemitismus in allen politischen Lagern und gesellschaftlichen Schichten omnipräsent. Ob hierbei die Motivationslage stets judenfeindlich ist, oder es sich lediglich um unreflektierte Reproduktion handelt, ist für die Feststellung, dass es ein manifestes Antisemitismusproblem in dieser Gesellschaft gibt, irrelevant. Der verstärkte Wegzug deutscher Jüdinnen und Juden nach Israel, zeigt außerdem, dass der deutsche Staat auch 80 Jahre nach der Reichsprogromnacht nicht in der Lage ist, jüdisches Leben zu schützen und welche immense Bedeutung dieser Schutzraum für jüdisches Leben auf der Welt hat, dementsprechend ist unsere Solidarität mit Israel bedingungslos.


- Konsequenter Antifaschismus jetzt!


Sowohl das Attentat im Münchner Olympiazentrum 2016, der Mord an Walter Lübcke, der Terroranschlag in Halle (Saale), als auch die steigende Zahl rassistischer und

antisemitischer Übergriffe zeigen, dass ein konsequenter Antifaschismus notwendig ist. 

Der deutsche Staat stellt nach NSU, Hannibal und Co. weiterhin keine ernsthaften

Bemühungen an, diese Zustände zu brechen. Es liegt an uns, diese Strukturen zu zerschlagen

und dem Tag der deutschen Zukunft, nach zuletzt sinkenden Teilnehmer*innenzahlen, ein

Ende zu bereiten. Keine Zukunft dem Tag der Deutschen Zukunft!



Auch ihr könnt den Gegenprotest mitgestalten. Wenn ihr Interesse habt, schreibt uns eine

Nachricht oder Mail.

Israel ist unser Glück! Deutschland weg, Stück für Stück!